Geschichte von Antigua und Barbuda

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März 3, 2020

Was bedeuten die Namen Antigua und Barbuda?

Die Inseln, die den Archipel von Antigua und Barbuda bilden, wurden 1493 von Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Reise nach Amerika entdeckt.

Vor der Ankunft der Spanier war die Insel unter den Einheimischen als „Wadadadli“ bekannt. Kolumbus taufte die Inseln auf ihre heutigen Namen.

Antigua“ leitet sich von einer heiligen Ikone auf einem in der Kathedrale von Sevilla befindlichen Gemälde ab: Santa Maria de la Antigua, auch bekannt als „Jungfrau von Antigua“.

„Barbuda“ (spanisch für „die Bärtige“) soll eine Anspielung auf die Bartflechten sein, die von den Palmen der Insel herunterhängen.

Was die Insel Redonda betrifft, die unbewohnte der drei größten Inseln des Archipels, so liegt der Ursprung des Namens wiederum in der katholischen Tradition der SpanierSanta Maria de la Redonda ist der Name der Konkathedrale von Logroño, einer Stadt im Norden Spaniens.

Geschichte von Antigua und Barbuda: die präkolumbische Zeit

Die ersten bekannten Bewohner der Inseln von Antigua und Barbuda sind die Guajanatabey, ein indigenes Volk aus dem westlichen Teil Kubas.

Die Funde auf der Insel deuten auch auf eine starke und lange Präsenz der Arawak hin, einer landwirtschaftlichen Bevölkerung von präkolumbischen Indianern, die die Inseln vor etwa zweitausend Jahren besiedelten und dort bis zum 13. Jahrhundert lebten.

Sie sind für die Entwicklung der Landwirtschaft und für die Einführung von Erzeugnissen wie Mais, Tabak, Baumwolle, Chilischoten und der schwarzen Ananas von Antigua verantwortlich, wobei letztere heutzutage als die Nationalfrucht angesehen wird.

 

Geschichte von Antigua und Barbuda: die Kolonialzeit

Die Ankunft von Christoph Kolumbus 1493 öffnete das Tor zur europäischen Kolonialisierung, von der die Geschichte der Inseln im Laufe der vergangenen vier Jahrhunderte geprägt wurde.

Großbritannien kolonisierte Antigua und Barbuda im Jahre 1632. Der britischen Familie Codrington wurde Antigua übertragen (kurz darauf auch Barbuda), und dort errichtete sie eine Zuckerrohrplantage mit dem Namen Betty’s Hope, die sich in den darauffolgenden zwei Jahrunderten in das Reichtum britischer Landbesitzer und Sklavenhändler verwandelte.

In der Tat wurden das Leben und die Wirtschaft dieser Inseln vom Sklavenhandel und seiner wirtschaftlichen Anwendung bestimmt, zumindest bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Heute steht auf der einstigen Plantage das Betty’s Hope Museum, einer der Schauplätze, um sich mit den Spuren der Kolonialgeschichte von Antigua und Barbuda vertraut zu machen.

Die schwarze Farbe auf der Nationalflagge von Antigua und Barbuda deutet auf den afrikanischen Ursprung der Bevölkerung und somit auf das kulturelle Erbe der Gemeinschaft hin. Codrington ist heute der Name der einzigen Stadt auf Barbuda.

Dario Item antigua and barbuda flag

Während des 18. Jahrhunderts wurde Antigua und Barbuda zum Hauptflottenstützpunkt der britischen Royal Navy in der Karibik. Auf Antigua befindet sich die Hafenanlage English Harbour Dockyard, die Teil der Saint Paul-Gemeinde ist (Dort finden sich heutzutage die wichtigsten historisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten).

Der Hafen beheimatet Nelson’s Dockyard, eine historische Schiffswerft, die im Jahr 2016 zum UNESCO Welterbe erklärt wurde. Sie wurde von denselben Sklaven errichtet, die auch in den Zuckerrohrplantagen eingesetzt wurden. Sie ist nach dem berühmten englischen Admiral Horatio Nelson benannt, der dort etwa drei Jahre lang wohnte und arbeitete.

1860 gingen die Inseln wieder in britischem Besitz über. Antigua und Barbuda blieben bis 1956 Teil der britischen Antillen. Von 1958 bis 1962 wurden sie in die Britischen West Indies eingegliedert.

1967 erlangte Antigua und Barbuda eine Form der Selbstverwaltung unter Beibehaltung seiner engen Beziehung zum Vereinigten Königreich. Während der 1970er Jahre setzte sich auf den Inseln ein politischer Prozess der Emanzipation und politischen Autonomie in Gang.

Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich

Am 1. November 1981 erlangte Antigua und Barbuda offiziell seine vollständige Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich bei gleichzeitigem Verbleib im Commonwealth.

Der 1. November ist ein Nationalfeiertag.

Antigua und Barbuda pflegt nach wie vor internationale Beziehungen mit anderen Staaten, dank der Arbeit seiner Botschafter, die sich dauerhaft für die Förderung ihres karibischen Staates einsetzen.

Seit 2016 ist Dario Item Botschafter von Antigua und Barbuda in Spanien, sowie im Fürstenstaat Monaco und im Fürstenstaat Liechtenstein.

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